Generalsanierung und Erweiterung Mittelschule Marktheidenfeld
Ausgangslage
Das bestehende Schulgebäude sowie die zugehörige Sportinfrastruktur entsprachen sowohl technisch als auch energetisch nicht mehr den heutigen Anforderungen an einen modernen Schulbetrieb. Insbesondere im Bereich der elektrotechnischen Anlagen bestand ein erheblicher Modernisierungsbedarf hinsichtlich Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und Digitalisierung.
Zusätzlich stellte der fortlaufende Schulbetrieb während der Bauphase eine besondere Herausforderung dar. Um diesen aufrechtzuerhalten, mussten temporäre Containeranlagen errichtet werden, die ebenfalls vollständig elektrotechnisch erschlossen und in das Gesamtsystem integriert werden mussten.
Aufgabenstellung
Ziel des Projekts war die ganzheitliche elektrotechnische Planung und Umsetzung im Rahmen der Generalsanierung und Erweiterung der Mittelschule. Dabei standen insbesondere die Erneuerung und Erweiterung der Energieversorgung, die Integration nachhaltiger Energiekonzepte sowie die Anpassung der technischen Infrastruktur an moderne schulische Anforderungen im Fokus.
Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Aufgabenstellung war die Sicherstellung eines reibungslosen Bauablaufs unter laufendem Betrieb. Dies erforderte eine präzise abgestimmte Elektroplanung, die sowohl Bestands- als auch Neubaukomponenten berücksichtigt und flexibel auf Bauabschnitte reagiert.
Leistungen
Im Rahmen der Elektroplanung wurden sämtliche Leistungen der Anlagengruppen 4, 5 und 6 gemäß HOAI über die Leistungsphasen 1 bis 8 erbracht. Die Umsetzung erfolgte ganzheitlich aus einer Hand und umfasste insbesondere folgende Schwerpunkte:
- Planung und Ausführung der gesamten Starkstromanlagen
- Konzeption und Umsetzung der Niederspannungsinstallationen
- Integration moderner Beleuchtungssysteme für Schul- und Sportbereiche
- Planung der sicherheitstechnischen Anlagen (z. B. Not- und Sicherheitsbeleuchtung)
- Aufbau einer leistungsfähigen Energieversorgung inklusive neuer Trafostation
- Einbindung einer Photovoltaikanlage zur nachhaltigen Energieerzeugung
- Elektrotechnische Erschließung temporärer Containeranlagen während der Bauphase
- Koordination aller elektrotechnischen Gewerke innerhalb der TGA
Durch die strukturierte Planung und enge Abstimmung aller Gewerke konnte eine zukunftssichere und energieeffiziente elektrotechnische Infrastruktur realisiert werden. Gleichzeitig wurde sichergestellt, dass alle Systeme optimal auf die Anforderungen eines modernen Schulbetriebs abgestimmt sind.
Herausforderungen und Besonderheiten
Eine der größten Herausforderungen des Projekts lag in der Durchführung der Bauarbeiten bei laufendem Schulbetrieb. Dies erforderte eine besonders sorgfältige Planung der elektrotechnischen Infrastruktur, um Unterbrechungen zu vermeiden und gleichzeitig höchste Sicherheitsstandards einzuhalten. Die abschnittsweise Umsetzung der Generalsanierung stellte zusätzliche Anforderungen an die Koordination der Elektroplanung, insbesondere im Zusammenspiel von Bestandsanlagen, temporären Lösungen und Neubaukomponenten.
Ein Highlight des Projekts ist die Integration nachhaltiger Energielösungen. Diese tragen maßgeblich zur Energieeffizienz und Zukunftsfähigkeit der Schule bei und entsprechen den aktuellen Anforderungen an klimabewusstes Bauen im Bildungsbereich.