IBZ plant den Neu- und Anbau des Wirsberg Gymnasiums Würzburg

Neu- und Anbau Wirsberg Gymnasium Würzburg

Allgemeine Projektdaten
  • Bauherr: Stadt Würzburg
  • Projektzeitraum: 2016 - 2022
  • Planungszeitraum: 2016 - 2020
  • Bauausführung: 2020 - 2022
  • Leistungen IBZ: Anlagengruppen 4 bis 6 mit Leistungsphasen 1-8
Fakten
  • Standort: Wirsberg Gymnasium, Würzburg
  • Gesamtkosten des Projekts: 7 Mio. €
  • Baukosten Elektrotechnik: 596.000 €
  • Nutzungsfläche: 1.200 m²

Ausgangslage

Das Wirsberg-Gymnasium in Würzburg benötigte zusätzliche Flächen für den Unterricht und eine zeitgemäße Infrastruktur, die sowohl auf klassische Lehrmethoden als auch auf moderne digitale Lernkonzepte zugeschnitten ist. Nachdem im Jahr 2014 durch den Stadtrat Würzburg die Weichen für das Erweiterungsprojekt gestellt wurden, stand dem Projekt nichts mehr im Weg.

Beim Neu- und Anbau entstand deshalb ein modernes, multifunktionales Gebäude, das die vorhandene Schullandschaft um sechs neue Klassenräume, ein Musik- und Instrumentenraum, eine Schülerbibliothek, Vorlesungsräume sowie Besprechungs- und Elternzimmer ergänzt und erweitert. Bauherr war die Stadt Würzburg, Fachabteilung Schulbau und Gebäudemanagement. Der Anbau bietet auf einer Nutzfläche von rund 1.200 m² neue Räume für Unterricht und gemeinsames Lernen, bei denen auch auf Barrierefreiheit geachtet wurde, sowie eine Parkgarage mit 28 Stellplätzen für PKWs und Motorräder im ersten Obergeschoss.

 

Neben Klassen- und Fachräumen sollten flexible Lernbereiche, sogenannte „Lerninseln“, geschaffen werden. Diese Lerninseln ermöglichen sowohl individuelles Arbeiten mit Laptop und digitalen Endgeräten als auch das Lernen in Gruppen.

 

Gleichzeitig stellte der Bauherr hohe Anforderungen an die Energieeffizienz, die digitale Vernetzung und die Beleuchtungstechnik. Neben den pädagogischen Zielen musste also auch eine nachhaltige, zukunftssichere technische Gebäudeausstattung realisiert werden, die den Anforderungen an einen modernen Bildungsbau gerecht wird.

Aufgabenstellung

Die zentrale Aufgabe des Projekts bestand in der Entwicklung und Umsetzung einer zukunftsorientierten Elektroplanung für den Schulneubau. Neben den klassischen Installationen galt es, eine intelligente Beleuchtungssteuerung zu realisieren, die flexibel auf unterschiedliche Raumnutzungen reagiert – etwa bei geöffneten oder getrennten Lerninseln. Außerdem sollten in allen neuen Klassenzimmern modernste Technik, wie digitale Tafeln, installiert werden.

 

Darüber hinaus war eine innovative Daten- und IT-Infrastruktur zu schaffen, die den wachsenden Anforderungen an digitales Lernen, WLAN-Versorgung und Netzwerksicherheit gerecht wird. Ein weiteres Ziel bestand darin, die Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit in allen Bereichen – von Unterrichtsräumen über Verkehrsflächen bis hin zur Tiefgarage – durch innovative elektrotechnische Konzepte sicherzustellen.

Leistungen

Das Ingenieurbüro Zink plante und realisierte im Rahmen des Projekts die gesamte elektrotechnische Ausstattung der neuen Gebäudeteile. Dazu gehörten unter anderem:

  • Planung und Umsetzung der Anlagengruppen 4, 5 und 6 gemäß HOAI in den Leistungsphasen 1–8
  • Elektroinstallation für alle neuen Klassen- und Fachräume sowie für die Parkgarage
  • Beleuchtungskonzepte mit intelligenter Steuerung, flexibel anpassbar an verschiedene Raumnutzungen
  • Planung der IT- und Dateninfrastruktur (Netzwerk, IT-Anschlüsse, WLAN) zur Unterstützung digitaler Lernkonzepte
  • Energieeffiziente Auslegung sämtlicher Anlagen zur Senkung der Betriebskosten
  • Umsetzung der Förderanlagen (Anlagengruppe 6), u. a. mit Lösungen für barrierefreie Nutzung

Mit dieser Kombination aus innovativer Elektroplanung und nachhaltiger Gebäudetechnik wurde eine zukunftssichere Lernumgebung geschaffen, die nicht nur den Anforderungen heutiger Lehrmethoden entspricht, sondern auch die Basis für zukünftige Entwicklungen legt.

Herausforderungen und Besonderheiten

Eine der größten Herausforderungen lag in der Verknüpfung pädagogischer Anforderungen mit technischer Gebäudeausstattung. So mussten die Lerninseln flexibel nutzbar sein, während die elektrotechnische Infrastruktur eine individuelle Anpassung an unterschiedliche Unterrichtsszenarien ermöglicht. Hier spielte die intelligente Beleuchtungssteuerung eine Schlüsselrolle, die nicht nur für optimale Lernbedingungen sorgt, sondern auch zur Energieeffizienz des Gebäudes beiträgt.

 

Eine weitere Besonderheit stellte die Anbindung des Neubaus an den bestehenden Schulkomplex dar. Dabei mussten die neuen elektrotechnischen Anlagen – insbesondere die Energieversorgung, Sicherheits- und IT-Zentralen – sorgfältig in die vorhandenen Systeme integriert werden. Dies erforderte eine detaillierte Bestandsaufnahme, präzise Schnittstellenplanung und eine enge Abstimmung mit allen beteiligten Gewerken, um einen reibungslosen Übergang zwischen Alt- und Neubau sicherzustellen.

 

Besonders hervorzuheben ist die konsequente Ausrichtung auf Digitalisierung und Netzwerkinfrastruktur, die das Gymnasium fit für das digitale Zeitalter macht. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Bauherrn und die Integration modernster Technik konnte ein Gebäude geschaffen werden, das Funktionalität, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit vereint.