Neubau und Umbau der Heroldstiftung mit Cafeteria, Küche, Trafostation und PV-Anlage in Karlstadt
Ausgangslage
Die Otto-und-Anna-Herold-Stiftung in Karlstadt gehört zu den zentralen Einrichtungen der Seniorenpflege im Landkreis Main-Spessart. Um auch in Zukunft eine hochwertige Versorgung bieten zu können, hat die Stiftung eine umfassende Modernisierung und Erweiterung ihrer Pflegeeinrichtung beschlossen. Im Zentrum des Projekts steht ein vierstöckiger Neubau, der drei moderne Wohngruppen mit jeweils neun Einzelzimmern umfasst. Ergänzt wird das Gebäude durch eine großzügige Cafeteria mit Terrasse sowie eine Produktionsküche, die nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner versorgt, sondern auch als gastronomisches Angebot für die Öffentlichkeit dient. Auf diese Weise soll das Haus stärker in die Nachbarschaft eingebunden und ein Begegnungsort für Jung und Alt geschaffen werden.
Neben dem Neubau standen auch tiefgreifende Umbaumaßnahmen am bestehenden Gebäudekomplex im Fokus. Dazu zählen die Modernisierung der Verwaltung, der Ausbau der Tagespflege sowie die Integration einer zeitgemäßen digitalen Infrastruktur. Hintergrund dieser Investition ist unter anderem die Notwendigkeit, die aktuellen gesetzlichen Vorgaben für Pflegeeinrichtungen umzusetzen, die einen hohen Anteil an Einzelzimmern und barrierefreien Wohnplätzen vorschreiben. Gleichzeitig sollte das Haus technisch so ausgestattet werden, dass es künftigen Anforderungen an Sicherheit, Energieeffizienz und Digitalisierung gewachsen ist. Mit einem Gesamtvolumen von knapp 13 Millionen Euro ist das Projekt eines der größten Bauvorhaben in Karlstadt in den letzten Jahren und von zentraler Bedeutung für die Pflege- und Versorgungsstruktur der Region.
Aufgabenstellung
Das Ingenieurbüro Zink übernahm im Rahmen dieses Großprojekts die Planung und Umsetzung der kompletten elektrotechnischen Anlagen. Ziel war es, eine moderne, zukunftsfähige und zugleich wirtschaftliche Infrastruktur zu schaffen, die den hohen Ansprüchen an Komfort, Sicherheit und Nachhaltigkeit gerecht wird. Dabei galt es nicht nur, die Energieversorgung des Neubaus sicherzustellen, sondern auch eine nahtlose Integration mit den Bestandsgebäuden zu gewährleisten.
Ein wesentlicher Schwerpunkt lag auf der Errichtung einer neuen Trafostation sowie der Planung einer Photovoltaikanlage, die das Haus mit erneuerbarer Energie versorgt und damit die Betriebskosten langfristig senkt. Ebenso zentral war die Installation moderner sicherheitstechnischer Systeme, wie einer Brandmeldeanlage nach DIN 14675 und einer flächendeckenden Sicherheitsbeleuchtung, die den Schutz von Bewohnern und Personal gewährleistet. Zusätzlich wurde das EDV-Netzwerk erweitert und mit WLAN ausgestattet, um die Verwaltung zu digitalisieren und die Bewohner mit modernen Kommunikationsmöglichkeiten zu versorgen.
Die Herausforderung bestand darin, ein Gesamtkonzept zu entwickeln, das alle technischen Gewerke in einer einheitlichen Struktur zusammenführt. Gleichzeitig mussten die Anforderungen der HOAI-Leistungsphasen 1 bis 8 vollumfänglich erfüllt werden, um eine reibungslose Planung, Genehmigung und Umsetzung sicherzustellen. Damit wurde die Grundlage geschaffen, dass die Heroldstiftung in Karlstadt nicht nur baulich, sondern auch technisch bestens für die Zukunft aufgestellt ist.
Leistungen
Das Ingenieurbüro Zink plante und realisierte die gesamte Elektro- und Sicherheitstechnik des Bauvorhabens. Dazu gehörten unter anderem:
- Planung und Umsetzung der Energie- und Elektrotechnik inklusive Trafostation und Niederspannungsinstallationen
- Integration einer Photovoltaikanlage zur nachhaltigen Energieversorgung
- Installation einer modernen Brandmeldeanlage gemäß DIN 14675
- Planung und Ausführung der Sicherheitsbeleuchtung für den Neubau
- Erweiterung des EDV-Netzwerks inklusive WLAN-Anbindung für Verwaltung und Bewohner
- Umsetzung von Brandschutzmaßnahmen im Bestandsgebäude
- Bauüberwachung und Objektbetreuung für eine reibungslose Ausführung
Durch diese Leistungen konnte eine zukunftssichere technische Infrastruktur geschaffen werden, die sowohl den täglichen Betrieb als auch künftige Erweiterungen unterstützt. Als Subplaner des Ingenieurbüros Zinßer war das Ingenieurbüro Zink damit maßgeblich an der erfolgreichen Realisierung des Projekts beteiligt. Die Bewohnerinnen und Bewohner profitieren von mehr Komfort, Sicherheit und einer zuverlässigen Versorgungstechnik, die höchste Standards erfüllt.
Herausforderungen und Besonderheiten
Die größte Herausforderung des Projekts lag in der Komplexität der Bauaufgabe: Neubau und Umbau mussten parallel realisiert werden, während die Einrichtung weiterhin im Betrieb war. Für die Bewohnerinnen und Bewohner bedeutete dies, dass ihre Versorgung jederzeit gewährleistet sein musste. Dies erforderte eine enge Abstimmung zwischen Bauherrn, Architekten, Ingenieuren und den ausführenden Firmen. Besonders bei den Umbauten in Verwaltung und Tagespflege war eine detaillierte Zeitplanung entscheidend, um den Betrieb nicht zu beeinträchtigen und dennoch die notwendigen technischen Erneuerungen einzubauen.
Eine weitere Besonderheit lag in der Integration nachhaltiger Energielösungen. Neben der Photovoltaikanlage wurde die Energieversorgung des Hauses durch eine moderne Holzpellet-Heizung ergänzt. Damit ist die Einrichtung nicht nur unabhängiger von steigenden Energiekosten, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Die Verbindung von ökologischen und ökonomischen Aspekten war von Beginn an Teil der Planungsphilosophie und stellt einen deutlichen Mehrwert für die Stiftung dar.
Hinzu kam, dass die gesetzlichen Vorgaben für Pflegeeinrichtungen hohe Standards an Barrierefreiheit, Sicherheit und Komfort vorschreiben. So musste das Ingenieurbüro Zink nicht nur die klassische Elektroplanung leisten, sondern auch sicherstellen, dass diese technischen Systeme optimal auf die Bedürfnisse älterer Menschen und des Pflegepersonals abgestimmt sind. Das Projekt verdeutlicht, wie innovative Elektroplanung und durchdachte technische Gebäudeausrüstung zu einem zentralen Erfolgsfaktor für moderne Pflegeeinrichtungen werden.